Münchner Zentrum für antike Welten
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Dr. Elisa Roßberger

Lebenslauf

Seit November 2017:
Post-Doctoral Fellow an der LMU Graduate School Distant Worlds (Focus Area „Organization of Coexistence”)

März – November 2017:
Leitung des BMBF-Projekts DigANES (“Konzept zur Digitalisierung von altorientalischen Roll- und Stempelsiegeln“) am Institut für Vorderasiatische Archäologie, LMU München

Januar – Juni 2017:
Post-Doc am LMU Centre for Advanced Studies in der Senior Research Group “Feste im frühen Mesopotamien” (Prof. Otto/Prof. Sallaberger)

2014 – 2016:
Post-Doc-Stipendiatin der Bayerischen Gleichstellungsförderung mit Projekten zu
1) Die Fundinventare zweier Heiligtümer in Iščali (Irak) (2014/15)
2) Bilder aus Ton im altbabylonischen Iščali und seinem zeitgenössischen Umfeld: Bildpraxis, soziale Räume und Darstellungsformen (2015/16)

2010 – 2014, 2016:
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Vorderasiatische Archäologie der LMU München

2009 – 2010:
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Vorderasiatische Archäologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Juni 2010:
Promotionsprüfung im Fach Vorderasiatische Archäologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Gesamtnote: summa cum laude); Titel der Dissertation: "Schmuck für Lebende und Tote. Das Schmuckinventar der Königsgruft von Qatna in seinem soziokulturellen Kontext"

2006 – 2009:
Promotionsstudium als Stipendiatin des DFG-Graduiertenkolleg "Formen von Prestige in Kulturen des Altertums" an der LMU München

1999 – 2006:
Studium der Vorderasiatischen Archäologie, Politikwissenschaft (als 2. Hauptfach mit Schwerpunkt International Beziehungen) und Altorientalischen Philologie/Assyriologie in München, Beirut und Tübingen

2000 – 2001:
Auslandsstipendium des DAAD für ein Studienjahr an der American University of Beirut, Libanon

Zwischen 2000 und 2017:
Mitarbeit (Grabung und Kleinfundbearbeitung) in verschiedenen Ausgrabungsprojekten: Ba’ja/Jordanien, Giricano/Türkei, Tell Burak/Libanon, Emar/Syrien, Qatna/Syrien, Tilla Bulak/Usbekistan, Ur/Irak

2008, 2011 - 2012:   
Elternzeit



Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

2015      Schmuck für Lebende und Tote. Form und Funktion des Schmuckinventars der Königsgruft von Qatna in seinem soziokulturellen Umfeld, Qaṭna-Studien 4, Wiesbaden.

in Vorbereitung (mit J. Evans und P. Paoletti, Hrsg.)       Mesopotamian Temple Inventories. Integrating Archaeological, Textual and Visual Sources. Proceedings of an International Conference held at the LMU Centre of Advanced Studies 14.-15.11.2016, Münchner Abhandlungen zum Alten Orient 2, München.

Artikel (Auswahl)

2018    Showing off: Old Babylonian “goddess in a structure” plaques revisited, in: P. Attinger et al. (Hrsg.), Text and image. Proceedings of the 61e Rencontre Assyriologique Internationale, Geneva and Bern, 22-26 June 2015, OBO.A 40, Fribourg, 383–398.

2018     Refiguring the Body. From Terracotta Figurines to Plaques in Early Second Millennium Mesopotamia, in: M. Luciani (Hrsg.), Proceedings of the 10th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East. Images in Context: Agency, Audiences & Perception. Wiesbaden, 523–538.

2017      Re-contextualizing Clay Figurines, Models, and Plaques from Iščali, Ash-Sharq. Bulletin of the Ancient Near East 1, 177–186.

2016      Dedicated Objects and Memory Construction at the Ištar-Kitītum Temple at Iščāli’ in: O. Kaelin et al. (Hrsg.), Proceedings of the 9th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East, vol. 1, Wiesbaden, 419–430.

2015      Local, Foreign and ‘International’ Arts and Crafts at Late Bronze Age Qatna, in: B. Eder / R. Pruzsinszky (Hrsg.), Policies of Exchange: Political Systems and Modes of Interaction in the Aegean and Near East in the 2nd Millennium BC, OREA 2, Wien, 97–115.

2015      Schmuck für Lebende und Tote: Blüten und Pflanzen im Schmuckinventar der Königsgruft von Qaṭna, Alter Orient aktuell 13, 25–31.

2015      Why Gold is not Forever – Giving and Taking of Jewellery at the Royal Tomb of Qatna, in: P. Pfälzner/ A. Wissing (Hrsg.), Proceedings of the Conference "Qatna and the Networks of Bronze Age Globalism", Qatna Studien Supplementum 2, Stuttgart, 229–238.

2015      „Das ideale Gesicht – So schön kann Politik sein“ und „Gesichtserkennung – gestern und heute“ sowie Mitherausgeberschaft und Kurzbeschreibungen, in: A. Schmölder-Veit et al. (Hrsg.), anders – Ideal und Gegenbild, Katalog zur Sonderausstellung im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München, München.

2014      Things to Remember - Jewellery, Collective Identity and Memory at the Royal Tomb of Qatna, in: P. Pfälzner et al. (Hrsg.), Symbols of the Dead, Contextualising Grave Inventories in the Ancient Near East, Qatna-Studien Supplementum 3, 201–216

2012      Just a white elephant? Eine goldbeschlagene Stoßzahnflasche aus der Königsgruft von Qatna, in: H. Baker, K. Kaniuth and A. Otto (Hrsg.), Stories of Long Ago. Festschrift für Michael D. Roaf, AOAT 397, Münster, 517–541.

2008      (mit A. Mukherjee et al.) The Qatna Lion: Scientific Confirmation of Baltic Amber in Late Bronze Age Syria, Antiquity 82 (315), 49–59.

Forschungsprojekt

Anthropomorphe Bildwerke aus Ton im frühen Mesopotamien (3. bis frühes 2. Jt. v. Chr.)

Schon in den frühesten Stufen des vorderasiatischen Neolithikums beobachten wir eine Beschäftigung mit der menschlichen Gestalt, umgesetzt im Medium Ton. Auch das altbabylonische Atraḫasīs-Epos setzt das Formen von Lehm durch die Göttin Mami, vermischt mit dem Blut eines geschlachteten Gottes, an die Anfänge der Menschheitsgeschichte.  Das überall verfügbare Rohmaterial, die variablen Möglichkeiten der Gestaltung, das kleine Format und die durch Brand verliehene Dauerhaftigkeit begünstigten die weite Verbreitung und reiche Überlieferung figürlicher Tonplastik in vielen Regionen des Vorderen Orients.

Im Zentrum des Forschungsvorhabens stehen handgeformte und modelgepresste Terrakotten aus Mesopotamien im 3. und frühen 2. Jt. v. Chr. Im diachronen und intermedialen Vergleich gehe ich Veränderungen in Materialität, Motivik und Formensprache nach, um so zu einem besseren Verständnis ihrer kulturellen Funktion und Stellung innerhalb zeitgenössischer Bildsysteme zu gelangen. Wichtige Problemfelder betreffen Fragen der Replikation und des Status der durch Replikation entstandenen Artefakte, die Konstruktion von Körper- und Gendernormen durch die Ausprägung und Vervielfältigung bestimmter Formen und Motive, sowie das Verhältnis von visueller Repräsentation und religiöser Praxis.