Münchner Zentrum für antike Welten
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Daniel Fallmann M.A.

Lebenslauf

geboren am 3. Oktober 1988 in Pfullendorf

WiSe 2009/10 bis SoSe 2013:
Bachelor of Arts: Lateinamerika- und Altamerikastudien +  Griechische und Lateinische Literatur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

WiSe 2012/13:
Auslandssemester an der Universitat de València in Valencia, Spanien

WiSe 2013/14 bis SoSe 2016:
Master of Arts: Altertumswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

SoSe 2014 - WiSe  2016/17:
Wissenschaftliche Hilfskraft an der Archäologischen Sammlung der Universität Freiburg

Praktika

7. September bis 4. Oktober 2015:
Mitarbeit am Grabungs- und Dokumentationsprojekt Bathing Culture and the Development of Urban Space Pompeii (Topoi-Projekt C-6-8) unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Trümper

Publikationen und Vorträge

5 Beiträge im Ausstellungskatalog „Vom Trinken und Bechern. Das antike Gelage im Umbruch“ (Archäologische Sammlung der Universität Freiburg, 24. April - 19. Juli 2016):

  • Trinkschale mit Darstellungen eines Trinkgelages (S.138-142)
  • Feste des gemeinschaftlichen Trinkens - Gelage im Heiligtum (S.240f.)
  • Miniaturnapf mit Satyr-Darstellungen (S.254f.)
  • Kleiner „sprechender“ Pokal (S.267-269)
  • Reliefbecher mit Pansfratzen umgeben von Weinranken (S.293-295)

24.- 26. September 2015:
Teilnahme an dem Kongress Spatia Sapientiae in Strasbourg (Organisation: Franziska Eickhoff und Giovanna Laterza) mit dem Beitrag: Mit Pausanias durch Athen - Statuen in archäologischen und literarischen Räumen

Dissertationsprojekt

Der 'Rand der Welt'

In meiner Arbeit untersuche ich die Vorstellung der Griechen vom ‚Rand der Welt‘ von der archaischen bis in die spätklassische Zeit (etwa 8. bis 4. Jhdt. v. Chr.). Für uns Menschen des 21. Jahrhunderts mag die Vorstellung eines ‚Randes der Welt‘ durchaus seltsam erscheinen. Für die alten Griechen jedoch existierten solche Ränder und Randregionen tatsächlich. Denn irgendwo endete die bekannte Welt und begann ein Raum, der kaum bekannt oder völlig unbekannt war. So stellte man sich z. B. vor, dass die Welt wie eine Insel von einem unüberwindlichen Strom, dem sog. Okeanos, umflossen wurde. Die weit entfernten und unbekannten Winkel der Welt waren Schauplatz heroischer Abenteuer und Tummelplatz mythisch-phantastischer Völker und Fabelwesen. Allerdings wird diese mythologische Welt in der Vorstellung der Griechen auch von Elementen der geographischen Wirklichkeit überlagert. Welche Elemente die Vorstellungen von den ‚Rändern‘ prägten, wie diese quasi als ‚dritter Raum‘ zwischen bloßer Imagination und Wirklichkeit stehen und wie sich diese Vorstellungen im Laufe der Zeit wandelten, ist Thema meiner Arbeit. Dabei sollen sowohl Texte als auch Bilder als Quellen herangezogen werden. Hierzu zählen mythologische Texte wie z. B. die Odyssee und die Werke der sog. Geschichtsschreiber mit Herodot als ihrem berühmtesten Vertreter, die sich mit historischen, ethnographischen und geographischen Themen auseinandersetzen. Nicht zuletzt sollen auch die sog. Fahrtenberichte von Reisenden, die sich bis an den Rand der bekannten Welt vorwagten, einbezogen werden, so z. B. der Bericht des Pytheas von Massilia, der eine Reise in den fernen Nordwesten zu den britischen Inseln unternahm. Letztere sind leider meist nicht als eigenständige Werke erhalten, sondern werden von anderen Autoren erwähnt oder zitiert. Was die Bilder angeht, so sind vor allem Darstellungen von Mythen, die sich am ‚Rand der Welt‘ abspielen, insbesondere auf Vasen oder Reliefs, sehr zahlreich. Aber auch andere Motive begegnen uns hier: Darstellungen von Fabelwesen wie z. B. Greifen und fremder Völker wie der Skythen. Einige der Motive und Themen kennen wir auch aus den Texten, die den ‚Rand der Welt‘ behandeln, sodass sich ein komplexes Gesamtbild ergibt, das die Vorstellungen der Griechen vom ‚Rand der Welt‘ als Ganzes widerspiegelt.