Münchner Zentrum für antike Welten
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Marie-Hélène Lindner M.A.

Lebenslauf

April 2005 – Februar 2015:
Studium an der Universität zu Köln
Archäologie der römischen Provinzen (seit 2007)
Papyrologie, Epigraphik und Numismatik der Antike
Klassische Archäologie
Ur-und Frühgeschichte (bis 2008)

Magister Artium in Provinzialrömischer Archäologie mit den Nebenfächern Klassische Archäologie und Papyrologie, Epigraphik und Numismatik der Antike
Magisterarbeit: "Ein römisches temporäres Lager in WI-Mainz-Kastel”

seit April 2017:
Beginn des Promotionsstudiums an der LMU München

Berufliche Laufbahn

WS 2014/15 – SoSe 2015:
Lehrauftrag an der Universität zu Köln durch den Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums. Arbeitskreis: Das römische Köln und sein Umland

Juli 2015 – August 2015:
Lehrgrabung in Calugareni/Mikháza (Rumänien), Lehrbeauftragte der Humboldtuniversität Berlin

September 2015 – Oktober 2015:
DAI-Projekt in Apollonia (Albanien), Befundaufarbeitung, Katalogerstellung

Juli 2016 – August 2016:
Lehrgrabung in Calugareni/Mikháza (Rumänien), Lehrbeauftragte der Humboldtuniversität Berlin

April 2015 – März 2017:
Wissenschaftliche Hilfskraft am Archäologischen Institut der Universität zu Köln. Organisation  und Koordination für den Internationalen Kongress der Klassischen Archäologie (AIAC-Kongress) im Jahre 2018

Seit April 2017:
Doctoral Fellow an der GS DW (Focus Area: Organisation of Exchange)

Studienbegleitende wissenschaftliche Tätigkeiten

April 2008 – Januar 2010:
Studentische Hilfskraft der Bibliothek des Instituts für Altertumskunde an der Universität zu Köln (Katalogisierung, Pflege von Bücherlisten, Auskunft für Bibliotheksbesucher)

Februar 2010 – Mai 2014:
Studentische Hilfskraft  des Archäologischen Instituts in Köln (Datenerfassung und Klassifikation für die Datenbank Arachne, Auskunft für Institutsbesucher)

Februar 2010 – März 2014:
Studentische Hilfskraft für das Projekt „Kleinere Forschungen (Apollonia)“ der Abteilung Rom des DAI (Digitalisierung von Befunden, Inventarisierung von Befund- und Fundfotos)

Studienbegleitende Grabungsprojekte

August 2009:
Internationale Lehrgrabung in Porolissum (Moigrad, Rumänien), Universität zu Köln

August 2010:
Internationale Lehrgrabung in Porolissum (Moigrad, Rumänien), Universität zu Köln, Schnittleitung

September 2010 – Oktober 2010:
DAI-Grabung in Apollonia (Albanien), Schnittleitung. Projektleiter: Prof. Dr. H. v. Hesberg, Prof. Dr. Bashkim Lahi, Grabungsleiter: Dr. Manuel Fiedler

August 2011:
Internationale Lehrgrabung in Porolissum (Moigrad, Rumänien), Universität zu Köln, Schnittleitung

September 2011 – Oktober 2011:
DAI-Grabung in Apollonia (Albanien), Schnittleitung. Projektleiter: Prof. Dr. H. v. Hesberg, Prof. Dr. Bashkim Lahi, Grabungsleiter: Dr. Manuel Fiedler

September 2012 – Oktober 2012:
DAI-Grabung in Apollonia (Albanien), Schnittleitung. Projektleiter: Prof. Dr. H. v. Hesberg, Prof. Dr. Bashkim Lahi, Grabungsleiter: Dr. Manuel Fiedler

Juli 2013 – August 2013:
Internationale Lehrgrabung in Calugareni/Mikháza (Rumänien), Schnittleitung

August 2013 – September 2013:
Internationale Lehrgrabung in Alba Iulia (Rumänien), Schnittleitung

Oktober 2013:
Babunja (Albanien), Feldbegehung, Keramikbearbeitung

Juli 2014 – August 2014:
Internationale Lehrgrabung in Alba Iulia (Rumänien), Schnittleitung

August 2014 – September 2014:
Internationale Lehrgrabung in Calugareni/Mikháza (Rumänien), Schnittleitung

September 2014 – Oktober2014:
DAI-Grabung in Apollonia (Albanien), Schnittleitung. Projektleiter: Prof. Dr. H. v. Hesberg, Prof. Dr. Bashkim Lahi, Grabungsleiter: Dr. Manuel Fiedler

Dissertationsprojekt

Das Limeskastell Echzell in der Wetterau

Basis der Arbeit und Grundlage der Analyse sind zunächst die Gesamtvorlage und Neubewertung der Befunde und Funde der Altgrabungen. Die stratifizierten Funde werden gesichtet, wenn erforderlich neu aufgenommen und eine Überarbeitung der Chronologie der Bauperioden wird vorgenommen. Alle Befunde des Limeskastells werden in einem Geoinformationssystem erfasst, damit Pläne präzise angefertigt, regionale und überregionale Bezüge festgestellt und geographische Methoden angewendet werden können. Aufbauend auf diesen Grundlagen soll die Auswirkung des Kastellstandortes auf die dynamischen Siedlungsprozesse, primär unter den Fokusbereichen Austausch und Koexistenz, in der näheren Umgebung untersucht werden. Zum einen muss die Rolle des Kastells und des Kastellvicus auf das dazugehörige Ergänzungsgebiet als kultureller Zentral- und Wirtschaftsstandort erforscht werden. Eine weiterführende Frage dabei wäre, ob und wie sich das Umfeld abgrenzt und ob diese Abgrenzung zu fassen ist. Die Anwendung verschiedener, kontroverser Zentralitätskonzepte unter Einbeziehung interdisziplinärer Theorien wird ein methodologischer Ansatz sein, um die zentralörtliche Funktion von Echzell in der regionalen Siedlungshierarchie und -ökonomie herauszuarbeiten. Zum anderen ist der Wirkungsbereich des Kastells als Wirtschaftszentrum zu erforschen: Existieren Beziehungen zu Siedlungen mit abweichendem Kulturmodell? Schlagen sich diese im Fundmaterial nieder? Finden diese nur innerhalb der Limesgrenze statt oder bestehen sie auch zu Siedlungen außerhalb des römischen Reiches? Nach welchen siedlungs- und verkehrsgeographischen Parametern entwickelte sich der Handel in der direkten Kontaktzone des Limes?
Im Zuge der Arbeit werden kulturtheoretische Prozesse und kulturhistorische Modelle wie Romanisierung, Akkulturation und Assimilation kritisch hinterfragt und die Aussagemöglichkeit des archäologischen Quellenmaterials in Bezug auf diese definiert.