Münchner Zentrum für antike Welten
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Patrizia Heindl M.A.

Lebenslauf

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit April 2017:
Doctoral Fellow bei der Graduate School „Distant Worlds“, München

Oktober 2013 – September 2016:
Studium der Ägyptologie an der Ludwig-Maximilians-Universität, München,
Abschluss: Master of Arts

Oktober 2010 – September 2013:
Studium der Ägyptologie und Koptologie an der Ludwig-Maximilians-Universität, München
Nebenfach: Kunst, Musik, Theater
(Schwerpunkte: Kunstgeschichte, Kulturmanagement und Museumspädagogik)
Abschluss: Bachelor of Arts

Oktober 2012 – Oktober 2013:
Stipendiatin der Dr. Ludwig-Wolde-Stiftung

Studiumsbezogene Tätigkeiten, universitäre Mitarbeit und Grabungserfahrung

Seit September 2016:
Freie Führungskraft im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst, München

August 2016:
Werkvertrag beim ERC-Projekt „AcrossBorders “, München
(Digitale Umzeichnung der Planumszeichnungen)

Juni 2012 – Juli2016:
Studentische und Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Ägyptologie, München
(Erstellung eines altägyptischen Literaturleitfadens, mit Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann)

Juli 2013 – Juni 2014:
Studentische und Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Ägyptologie, München
Kooperationsprojekt mit dem Griffith Institute der University of Oxford, dem Ägyptologischen Institut der Ruprecht-Karls-Universität
Heidelberg und dem Ägyptologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München
(Mitarbeit am Online Egyptological Bibliography (OEB)/Aigyptos-Projekt zur Erstellung einer Literaturdatenbank)

Februar 2014 – April 2014:
Teilnahme am Projekt „Draʼ Abu el-Naga“ der Abteilung Kairo des
Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Luxor/Ägypten
(Schnittassistenz, Assistenz bei der Vermessung, Anfertigung von Feldzeichnungen sowie Kleinfundbearbeitung; Leitung: Dr. Ute Rummel)

März 2013 – April 2013:
Teilnahme am Grabungsprojekt „Tuna el-Gebel“ der Ludwig-Maximilians-
Universität München, Tuna el-Gebel/Ägypten
(Kleinfundbearbeitung, Anfertigung von Keramikzeichnungen; Leitung: Prof. Dr. Dieter Kessler, Mélanie Flossmann-Schütze)

März 2012 – März 2013:
Freie Mitarbeiterin des Archäologischen Büros „Anzenberger und Leicht“, München
(Mitglied des Grabungsteams für Ausgrabungen im Großraum München)

Schriftenverzeichnis

Masterarbeit
Die Felidenfellträgerstatuen des Monthemhat – eine kunstwissenschaftliche Analyse und historische Kontextualisierung eines besonderen Statuentyps der Spätzeit (Betreuerin: Prof. Dr. Julia Budka)

Bachelorarbeit
Ein unpublizierter Grabkegel aus dem Landesmuseum für Kärnten in Klagenfurt (Betreuer: Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann)

Artikel
Heindl, P.: Der Grabkegel aus dem Landesmuseum für Kärnten in Klagenfurt, in: Rudolfinum. Jahrbuch des Landesmuseums für Kärnten 2013 (2014), S. 98–110.

Vorträge

02.12.2016 – 04.12.2016
Siebter Berliner Arbeitskreis Junge Aegyptologie (BAJA 7): Funktion/en: Materielle Kultur – Sprache - Religion; Humbold-Universität zu Berlin; Thema: „Monumentalisierte Feindvernichtung – eine hermeneutische Analyse der Felidenfellträgerstatuen des Monthemhat“

Dissertationsprojekt

Monthemhat und Padiamenope – die Statuen zweier thebanischer Elitebeamter zur Spätzeit. Eine kunstwissenschaftliche Analyse

Monthemhat und Padiamenope waren zwei Elitebeamte, die etwa zeitgleich im spätzeitlichen Ägypten (ca. 700–650 v. Chr.) lebten. Die enorme Größe ihrer Gräber im Asasif (Theben West, TT 34 und TT 33), deren besondere Bauweise und die Inschriften unterschiedlicher Hinterlassenschaften zeugen von einer herausragenden Stellung beider Personen. Monthemhat war als Bürgermeister von Theben, vierter Priester des Amun und (zeitweise) Herrscher über ganz Oberägypten sowohl in die Verwaltung des Landes als auch in die thebanischen Kultabläufe integriert. Padiamenope, der oberste Vorlesepriester, ist als intellektuelle Größe zu begreifen, die sicherlich ebenfalls bei der Verwaltung und der Ausführung des Kultes eine große Rolle einnahm. Obwohl von beiden Personen umfassende Statuenensembles erhalten sind, wurden die Statuen in der Forschung bisher nur unzureichend bearbeitet.
Das Dissertationsprojekt soll hier Abhilfe schaffen. Ziel der Arbeit ist, neben der sorgfältigen Aufarbeitung der Darstellungen und Inschriften, die gewählten Darstellungsformen vergleichbar zu machen und somit ein näheres Verständnis zur Nutzung der Statuenensembles dieser beiden Personen im thebanischen Kultablauf zu ermöglichen. Mittels einer Verschränkung verschiedener kunstwissenschaftlichen Methoden werden die einzelnen Darstellungselemente offengelegt, in den archäologischen Kontext gesetzt und tiefergehend analysiert.
Folgende Fragen sollen somit beantwortet werden: Was wurde eigentlich dargestellt – was sollte monumentalisiert werden? Wo wurden die Statuen aufgestellt? Wie wurden sie in den Kult integriert? Welche Unterschiede zeigen sich in den Statuenensembles der beiden herausragenden Beamten? Sind die Ähnlichkeiten und Unterschiede der Darstellungen in Verbindung mit dem Kultablauf zu verstehen?